In einer mittleren Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und dem Puderzucker vermischen.
Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und zu dem Mehl geben. Die Butter nun entweder mit einem Teigmischer (engl. Pastry Cutter) oder mit einer Gabel unter das Mehl "hacken". Alternativ könnt ihr auch die Hände nehmen, dann aber zügig arbeiten und die Hände vorher kalt waschen, damit die Butter nicht weich wird. Die Butter ist genug untergemischt, wenn ihr noch ca. erbsengroße Stücke seht und der Teig sehr krümelig (wie Streusel) wirkt.
Wer die Zeit hat, jetzt die Schüssel für 30-60 Minuten in den Kühlschrank stellen. So garantiert ihr, dass die Butter wirklich kalt ist.
Den Ofen auf 250 °C Ober/Unterhitze oder 230 °C Heißluft vorheizen.
Eine Kuhle in die Mitte der Mehl-Butter-Mischung machen und die kalte Buttermilch dazugeben. Dann mit einem Holzlöffel oder großen Teigschaber das Mehl von außen nach innen in die Buttermilch "falten". Bitte nicht rühren. Die Buttermilch ist genug untergehoben, wenn ihr keine größeren Portionen Mehl mehr seht. Der Teig ist dabei noch relativ lose. Wenn nötig, noch 1 EL Buttermilch dazugeben.Wer möchte, kann den Rest der Buttermilch aufheben und kurz vor dem Backen damit die Biscuits einstreichen.
Den Teig auf eine bemehlte Fläche kippen. Dann mit den Händen grob zu einem Rechteck drücken (nicht rollen!). Nun den Teig mehrmals falten, also die linke Seite auf die rechte Seite legen und festdrücken. Dann die obere Seite auf die untere legen, wieder festdrücken. Diesen Vorgang 6-8 Mal wiederholen.Tipp: Wenn ihr eine flexible Backmatte habt, könnt ihr einfach die komplette Backmatte zum Falten benutzen. Darauf achten, dass die Backmatte immer gut gemehlt ist, sonst bleibt der Teig kleben.
Am Ende den Teig sanft zu einem ca. 2 cm dicken Fladen drücken. Eine runde Ausstechform kurz in Mehl tauchen und dann ca. 4 Biscuits ausstechen. Teigreste nochmal neu zusammendrücken und weitere 2 Biscuits ausstechen.Wichtig: Die Ausstechform dabei nicht drehen, sondern einfach nur senkrecht herunterdrücken. Wenn ihr dreht, gehen die Biscuits beim Backen nicht mehr so schön auf.
Die Biscuits eng aneinander auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Darauf achten, dass die Biscuits sich berühren, denn dann gehen sie noch besser auf. Wer mag, kann die Biscuits nun mit dem Rest der Buttermilch bestreichen.
Bei 250 °C Ober/Unterhitze oder 230 °C Heißluft für 12-15 Minuten backen. Immer wieder nachschauen, damit sie nicht verbrennen. Die Biscuits sind fertig, wenn sie fluffig aufgegangen und oben leicht gebräunt sind. Die Innentemperatur beträgt ca. 90 °C.
Aus dem Ofen nehmen und (optional) sofort mit geschmolzener Butter bestreichen. Warm servieren.
Notizen
Zutaten:
Mehl: In den Südstaaten wird das Rezept traditionell mit "White Lily Flour" gemacht. Das ist ein besonderes Mehl, das es nur in den Südstaaten der USA zu kaufen gibt. Es wird aus weichem Winterweizen hergestellt und ist somit besonders fein. Da es dieses Mehl in Deutschland leider nicht gibt, empfehle ich das Mehl Type 405 zu verwenden. Mehr dazu hier. Wenn ihr eine deutsche Alternative für White Lily Flour verwenden wollt, schaut euch gerne mein Rezept für Ultra Fluffy Buttermilk Biscuits an.
Backpulver: Hier könnt ihr entweder "single acting" oder "double acting" Backpulver verwenden, da die Biscuits direkt nach Zugabe der Flüssigkeit (Buttermilch) gebacken werden. Mehr dazu hier.
Butter: Ich empfehle die Verwendung von Süßrahmbutter, da in den USA generell nur mit Süßrahmbutter gebacken wird. Mehr dazu hier. Achtet darauf, dass sie wirklich kalt ist. Ihr könnt die Butter auch gerne vor Verwendung kurz in das Tiefkühlfach legen. Alternativ könnt ihr auch ein gehärtetes Pflanzenfett oder eine vegane Butteralternative nehmen.
Buttermilch: Am besten, ihr nehmt eine Buttermilch ohne "rein" im Titel, da diese der amerikanischen Buttermilch am ähnlichsten ist. Mehr Information dazu hier.